Erwerbsform

Lkw in Langzeitmiete: Ihr Schadensersatzanspruch

Den Fahrzeugbrief nicht zu halten, ändert nichts. Die Raten der Langzeitmiete wurden auf Basis künstlich überhöhter Kaufpreise berechnet.

100 %
Des vom Nutzer getragenen Aufschlags
0 EUR
Nettoschaden der Mietgesellschaft
1997-2014
Im Zeitraum eingesetzte Fahrzeuge
Alle
Unabhängige und herstellereigene Vermieter

Wie der Aufschlag in die Ratenberechnung einfloss

Das Modell der Langzeitmiete beruht darauf, dass der Vermieter den vollen Neuwert des Fahrzeugs finanziert. Die Monatsrate deckt die Amortisation des eingesetzten Kapitals, die Kosten der Bankfinanzierung und eine Betriebsmarge.

Als die Kartellmitglieder eine verdeckte Erhöhung der Bruttolistenpreise zwischen 10 und 20 % vereinbarten, floss dieser Aufschlag automatisch in die den Transportunternehmen angebotenen Ratentabellen ein.

Da die Mietgesellschaft diese Erhöhung vollständig weitergab, erlitt sie keinen finanziellen Nettoschaden. Der Endnutzer zahlte während der gesamten Vertragslaufzeit eine künstlich überhöhte Monatsrate.

Unabhängige Vermieter ebenso wie herstellereigene Gesellschaften

Jeder Langzeitmietvertrag ist anspruchsberechtigt, ob mit einem unabhängigen Vermieter oder einer herstellereigenen Gesellschaft geschlossen: Alle kauften die Fahrzeuge zum vom Kartell überhöhten Großhandelspreis.

Die Rückgabe des Lkw am Vertragsende ändert nichts. Der Schadensersatzanspruch knüpft an die Überhöhung der während der Nutzungsdauer gezahlten Raten an. Die Regeln sind bei jeder Marke gleich: siehe Mercedes-Benz, Volvo und Renault Trucks, DAF, Iveco, MAN und Scania.

So wird Ihr Anspruch berechnet

Der ursprüngliche Preisaufschlag ist nur ein Teil Ihres Anspruchs. Entscheidend ist die Kapitalisierung der gesetzlichen Verzugszinsen, aufgelaufen über zwölf bis achtundzwanzig Jahre.

C = (Vb × α) × (1 + r)t
  • C: gesamte einforderbare Entschädigung, Hauptforderung und Verzugszinsen zusammen
  • Vb: Bruttolistenpreis oder Netto-Anschaffungswert des Fahrzeugs
  • α: künstlicher Preisaufschlag des Kartells, zwischen 10 und 20 %
  • r: durchschnittlicher gesetzlicher Jahreszins des Gerichts, 3 bis 5 %
  • t: Anzahl der Jahre seit Zahlung der ursprünglichen Rechnung

Rechenbeispiel: Für eine ab 2006 langzeitgemietete Sattelzugmaschine mit einem Ursprünglichen Wert von 110.000 EUR netto beträgt der in die Raten eingeflossene Aufschlag 16.500 EUR. Mit zwanzig Jahren gesetzlicher Zinsen von 4 % pro Jahr ergibt sich ein Gesamtanspruch von rund 36.135 EUR je Fahrzeug.

01

Prüfung der Anspruchsberechtigung

Senden Sie uns Ihre Rechnungen, Leasingverträge, Fahrzeugpapiere oder Anlagenverzeichnisse für den Zeitraum 1997 bis 2014.

02

Prüfung und verbindliches Angebot

Unsere Anwälte und Ökonometriker beziffern Ihren Anspruch innerhalb von vier Wochen.

03

Begleitete Entscheidung

Sie wählen zwischen dem Barankauf Ihrer Forderung innerhalb von 30 Tagen und einer Klage auf Erfolgshonorarbasis.

04

Auszahlung

Die Entschädigung wird direkt auf das Geschäftskonto Ihres Unternehmens überwiesen.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Da der Vermieter den Kaufpreis in die Monatsraten eingerechnet hat, erlitt er keinen wirtschaftlichen Schaden. Nur der Endnutzer, der die überhöhten Raten gezahlt hat, ist anspruchsberechtigt.

Eine Kopie des Vertrags, der Zahlungsplan des Zeitraums, die Fahrzeugpapiere oder ersatzweise Buchhaltungs- und Versicherungsauszüge genügen, um den Einsatz des Fahrzeugs zu belegen.

Das ist kein Hindernis. Die Rückgabe des Lkw am Vertragsende beseitigt nicht den während der Nutzungsdauer erlittenen Schaden.

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